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Kräuteranbau auf Grasland

Aktualisiert: Jan 15

Das Appenzellerland ist bekannt für Grünlandbewirtschaftung. Vor lauter Kühen und grünen wiesen vergisst man, dass dies nicht immer so war. Viele Wiesen sind sehr fruchtbar, sie eignen sich auch für den Anbau von Kräutern, Getreide oder Gemüse.


Elsbeth Mettler und ihr Team gehen mit der CHRÜTEREI neue Wege. Die CHRÜTEREI bietet nicht nur spannende und lehrreiche Kurse an, Stück für Stück wird Grünland der CHRÜTEREI in Ackerland für die biologische Kräuter- und Gemüseproduktion umgewandelt.

Bereits während dem Bau der Kurs- und Produktionsräume wurde der erste Acker angelegt. Als erster Arbeitsschritt wurde das Grünland mit mehreren Durchgängen mit dem Geohobel-Gerät einer minimalen Bodenbearbeitung unterzogen. Die Grasnarbe wurde dadurch zerkleinert und gleichzeitig mit der oberen, sauerstoffreichen und biologischen aktivsten Bodenschicht vermischt. Die organischen Stoffe der Grasnarbe stehen somit dem Bodenleben als Nahrung unmittelbar zur Verfügung. Über die Wintermonate wurde eine Gründüngung ausgesät, welche bis zum Frühling erfriert, sie wird mit dem Geohobel- Gerät eingearbeitet und führt dem Boden organisches Material (Nährstoffe) hinzu.

Alle Setzlinge wurden im Monat Mai, nach den Eisheiligen von Hand gepflanzt und die nackte Erde wurde danach rasch mit gehäckseltem Chinaschilf abgedeckt, damit die Mikrolebewesen weiterhin gute Lebensbedingungen finden konnten und die Erde feucht und fruchtbar blieb. Durch das Chinaschilf konnte zudem der Unkrautdruck reduziert werden.

Die Kräuter und der Versuchsanbau mit Süsskartoffeln verdankten die Mühe und den sorgfältigen Umgang mit einem kräftigen und gesunden Wachstum. Bald sprossen die Winden der Süsskartoffeln munter auf dem Feld und der Pfefferminz, der Thymian, die Schafgarben und die Goldmelissen wuchsen muntern und schön heran. Sowie auch die anderen Kräuter und Pflanzen, die das neue Feld besiedelten.

Ein Teil des Feldes überliess Elsbeth Mettler und ihr Team den Wildblumen, die auf der Chrüterei rasch zu einer unglaublich lang blühenden Wildblumenwiese heranwuchsen und unzähligen Insekten Nahrung und Abwechslung boten.

So ist auf der Chrüterei eine Art neue Permakultur entstanden, die zwar einen enormen Einsatz an Handarbeit verlangte, aber die Besucherinnen und Besucher mit grosser Freude erfüllte und der Bäuerin eine respektable erste Ernte bescherte.

Elsbeth Mettler ist eine erfahrene Bäuerin und eine langjährige Gärtnerin. Sie versteht es nicht nur, ihre kleine Chrüterei in ein Kräuter- und Pflanzenparadies zu verwandeln, sie tut dies auch mit grosser Hingabe und mit einer beeindruckenden Extraportion Handarbeit.

Aus der Ernte stellte sie von der Bouillon über das Kräutergold, die tollen Teemischungen bis zum Feenzucker erste eigene Produkte her, denen man die Sorgfalt, die Liebe und die Natur und die Freude nicht nur ansieht, sondern sie auch schmeckt.



#Bouillon #Tee #Gemüse #Zucker

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